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Warum Ihre Wohnung Einfluss auf Ihre Psyche hat?

„Herzlich willkommen zuhause!“

Mit diesen Worten verbinden wir eine vertraute Umgebung, Familie, sich aufgehoben fühlen und angekommen sein. Zuhause ist nicht nur ein Ort. Es ist vielmehr ein Gefühl. Viele unterschätzen nach wie vor, dass unser unmittelbarer Lebensraum, vor allem unser Wohnen einen großen Einfluss auf unsere persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten hat. Dies betrifft die Entwicklung von Kindern, aber auch das Wohlbefinden von Erwachsenen. Wie wir wohnen, verrät viel über unsere Persönlichkeit.

Eigene Oase schaffen ist individuell.

Experten sind sich einig und behaupten: Die Wohnsituation beeinflusst unsere Psyche.

Die Wohnpsychologie ist eine vergleichsweise junge Wissenschaft, die sich nicht nur Fragen über den Wohlfühlfaktor stellt, sondern auch um die menschliche Existenz insgesamt. Die Wohn- und Architekturpsychologie ist ein noch junges Forschungsfeld. Der Frankfurter Psychologe Alexander Mitscherlich veröffentlichte 1965 sein Pamphlet “Die Unwirtlichkeit unserer Städte”. Mitscherlich behauptet, dass die Wohnung die Psyche beeinflusst und umgekehrt aber auch unsere Seele die Wohnung prägt. Ziel der Wohnpsychologie ist das Wohlfühlen im eigenen Lebensraum. Sich wohlzufühlen ist an individuelle Faktoren geknüpft und lässt sich nicht pauschalisieren. Geschmäcker sind unterschiedlich, wie die Vorlieben für bestimmtes Essen oder Mode.

Welche Wirkung eine Wohnung auf Sie hat und wie wir unser Wohlbefinden steigern können – da geben mittlerweile allerhand Experten Tipps an die Hand. Denn die Zahl der Menschen nimmt zu, die vor ihrer kahlen Betonwand sitzen und sich trotz Blick ins Grüne nicht zuhause angekommen fühlen.

Bewohner mit Blick auf den See, geschichtsträchtiger Altstadtwohnung oder Blockhaus mit Sonnenblumenfeldern vor der Türe sei nun gratuliert. Dieses Glück im Zuhause angekommen zu sein, bei sich und der Welt hat nicht jeder.

Oft ist das Gegenteil der Fall: Die meisten müssen sich mit ihrer Wohnsituation gezwungenermaßen anfreunden und versuchen das Beste aus der Lage zu machen. Zuhause bedeutet für viele eine beengte Wohnung, die für Spannungen sorgt, weil sie dem Wunsch nach Freiraum nicht gerecht wird. Auch im Neubau können Menschen in Unwohlsein verfallen, weil die großen Fenster das innere Kontrollsystem ständig in erhöhte Reaktionsbereitschaft versetzen.

Der eigene Lebensraum entscheidet über Wohl und Wehe.

Stellen Sie sich vor: Die neue Wohnung ist gefunden. Die neue Wandfarbe ist trocken, die Kaution ist bezahlt und die Möbel haben ihren Platz gefunden. Und doch stellt sich kein Gefühl von zuhause ein. Sie fühlen sich als Gast in Ihrer eigenen Wohnung. Viele vergessen dabei, dass ein Haus mehr ist als nur ein Dach über dem Kopf. Die Wohnung soll nicht nur Schutz vor Regen, Kälte und Hitze geben sowie fremde Blicke abhalten. Sondern sie soll auch Heimat, Sicherheit und Geborgenheit schenken.

Was können Sie also tun, um sich in Ihrer Wohnung zuhause zu fühlen?

Gerade kleine oder volle Wohnungen lassen sich mit wenigen Handgriffen offener gestalten. Oft sammelt sich über Jahre vieles an. Das wirkt beengend und erschlagend. Stellen Sie sich nun vor, Sie betreten einen vollen Raum und Ihr Blick fällt zuerst auf einen gemütlichen Sessel, der Ruhe ausstrahlt. Die volle Wohnung wird dann weniger voll wahrgenommen, da ein Sessel eine gewisse Harmonie und Gelassenheit ausstrahlt. Die Sitzgruppe steht besser in Richtung Fenster statt in Richtung Wohnzimmerschrank. Der Raum wirkt dann offener und weiter.

Farbe schafft Harmonie – oder Stress?

Wenn Sie die Wände neu streichen wollen, wählen Sie verschiedene Schattierungen einer Farbfamilie aus. Alles andere wirkt unruhig und sorgt für wenig Gleichgewicht.

Farben haben messbare physiologische Effekte auf uns: Blau oder grün gestrichene Räume wirken beruhigend, daher sind diese Farben für unser Schlafzimmer und Arbeitszimmer sehr zu empfehlen. Rot, orange und gelb wirkt dagegen belebend. In extrem bunten Räumen ist oft ein Gefühl von Unterdrückung wahrzunehmen. Helle Farben lassen Wohnräume weiter und weniger beengt erscheinen, während Streifen mit harten Kontrasten sogar heftige Unruhe in uns auslösen.

Die richtige Beleuchtung schafft inneren Frieden.

Und falls Sie eine Wohnung haben, die Ihnen wenig Tageslicht bietet, dann setzen Sie auf indirekte Beleuchtung. Diese erzeugt nämlich in uns ein wohliges Gefühl von Frieden.

Wann sind Sie in der neuen Wohnung zuhause?

Die Aneignung der Wohnräume ist für die Wohnpsychologie der zentrale Begriff, wenn es darum geht, sich den Lebensraum so zu gestalten, dass man sich wohlfühlt. Das Zuhause neu zu gestalten heißt, zunächst einmal Arbeit an sich selbst zu leisten – vor allem Klarheit über eigene Bedürfnisse zu schaffen. Eine Wohnung wird für den Menschen erst dann zu seinem neuen Zuhause, wenn er sich die Räume aneignet.

Was heißt das? Das heißt, wenn der Mensch zum Beispiel bei einem Umzug die Wände in seiner Lieblingsfarbe streicht, seine Lieblingsmöbel hineinstellt, Familienfotos aufhängt, Pflanzen auf das Fensterbrett oder den Balkon stellt und sein Namensschild an die Eingangstür anbringt. Dann eignet er sich den Wohnraum an seine persönlichen Bedürfnisse an. Auch zu seiner Wohnumgebung entwickelt der Mensch nur dann ein Gefühl von Zuhause, wenn er den Eindruck hat, hier etwas mitgestalten zu können.

Wie merken Sie, ob die Wohnung krank macht?

Wo die Wohngegend hingegen eintönig ist, bricht oft eine Form der Frustration durch: Zerstörungswut und Wandschmiererei. Bei Einhaltung psychologischer Hintergründe könnten solche Fehlplanungen vermieden werden. Hier ist es ratsam, sich ein neues Zuhause zu suchen, wenn die Umstände es ermöglichen. Denn wer über längere Zeit in Angst lebt, sich in seiner Umgebung nicht wohlfühlt, dem wird es langfristig nicht gut gehen.

Die goldene Regel.

Bevor Sie sich eine neue Wohnung aussuchen, fragen Sie sich selbst, was Sie von einer Wohnung erwarten. Allgemeine Empfehlungen und goldene Regeln wie zum Beispiel beim Feng-Shui wird man von keinem Psychologen bekommen. Tatsache ist, die Menschen sind alle unterschiedlich. Jeder hat andere Vorlieben. Wenn man seine Bedürfnisse erkennt und sich daran hält, kann man bei der Wohnungssuche kaum etwas falsch machen. Der US-amerikanische Philosoph und Psychologe William James brachte bereits 1890 aufs Papier, was heute in aller Munde ist:

„Das Selbst eines Menschen ist die Summe all dessen, was er sein Eigen nennen kann.“

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